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Tech4Germany Projekte 2022

30 Bewerbungen, 8 Projekte: Das ist Tech4Germany 2022

Im fünften Jahr in Folge arbeiten Bundesministerien und -behörden mit Design, Product und Engineering Fellows von Tech4Germany zusammen. Diese acht Projekte wurden dieses Jahr aus über 30 Bewerbungen ausgewählt, um von August bis Oktober iterativ und nutzerzentriert die Herausforderungen zu verstehen und Prototypen zu erstellen.

Aufgeklappter Laptop mit Code auf dem Bildschirm

Folgende acht Ministerien & Institutionen nehmen dieses Jahr an Tech4Germany teil:

Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend

Optimierung des Elterngeldrechners

Abteilung IV (Steuerabteilung – direkte Steuern)
Referat IV C 4 (Veranlagung, Vordrucke, Gemeinnützigkeit)

Jährlich beziehen etwa eine Million Antragstellende Elterngeld. Der Elterngeldrechner mit dazugehörigen Monatsplaner ist bereits heute ein zentrales Instrument in der partnerschaftlichen Aufteilung der Elterngeldmonate und die meist genutzte digitale Anwendung des BMFSFJ. Dennoch gehen bei dem Serviceteam und den Ländern Anfragen zum Elterngeldrechner ein, die auf eine verbesserungswürdige Handhabung und Funktionalitäten rückschließen lassen. Die Verbesserungspotenziale für den Elterngeldrechner sollen im Rahmen von Tech4Germany identifiziert und für eine Weiterentwicklung genutzt werden.

Bundesministerium für Digitales und Verkehr

Prozessoptimierung im Mobilfunkausbau

Referat DK 14 – Mobilfunkförderung

Die Regierungsparteien haben sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsprozesse von Infrastrukturprojekten, wie den Mobilfunkausbau, deutlich zu beschleunigen. Der Aufbau neuer Mobilfunkstandorte in Deutschland erfordert das koordinierte Zusammenspiel einer Vielzahl unterschiedlicher Akteure und Entscheidungstragenden. Dabei dauert dieser Prozess in Deutschland aktuell deutlich länger als im internationalen Vergleich. In diesem Projekt sollen die komplexen Abstimmungsprozesse neu gedacht und in einem digitalen Rahmen zentralisiert und vereinfacht werden.

Monitoring der Digitalstrategie

Referat DP 10 – Grundsätze der Nationalen Digitalpolitik, Digitalstrategie, Digitalgipfel, Digitalbudget

Die Digitalstrategie der neuen Bundesregierung wird die digitalpolitischen Maßnahmen der Ressorts bündeln. Sie wird dazu anhand von ausgewählten Projekten aufzeigen, in welchen Handlungsfeldern die Ressorts innerhalb der Legislatur aktiv werden. Gemeinsam mit den Ressorts soll ein Maßnahmenkatalog erarbeitet werden, um die gesteckten Projektziele zu erreichen und deren Umsetzung zu begleiten. Um eine transparente Übersicht über den Umsetzungsstand der Projekte zu ermöglichen und einen ressourcenschonenden Prozess zwischen den Ressorts zu ermöglichen, der auch Auslöser für die Notwendigkeit zur Nachjustierung enthält, soll in diesem Projekt ein agiler Monitoring-Prozess mit entsprechender digitaler Infrastruktur konzipiert werden.

Auswärtiges Amt

Nachhaltigkeitsmessung in Förderprogrammen

Abteilung 6 – Kultur und Kommunikation
Referat 600 – Grundsatz und Strategie Auswärtige Kultur und Bildungspolitik

Die 17 globalen Ziele und 169 Unterziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und ihre 169 Unterziele spielen eine wachsende Rolle in der (Projekt-)Förderung. Der Koalitionsvertrag benennt die globalen VN-Nachhaltigkeitsziele als Richtschnur der Politik. Er sieht die Umstellung des Bundeshaushaltes auf eine ziel- und wirkungsorientierte Haushaltsführung vor. In diesem Projekt werden geeignete Messindikatoren für die sog. SDGs (Sustainable Development Goals) nutzbar gemacht: Sie unterstützen Zuwendungsgebende und Zuwendungsempfangende gleichermaßen dabei festzustellen, auf welche Nachhaltigkeitsziele und Unterziele ein Fördervorhaben einzahlt.

Bundesministerium der Finanzen

Monitoring der Bundesbeteiligungen

Referat VIII B 2

Der Bund ist an mehr als hundert Unternehmen unmittelbar beteiligt, deren Beteiligungsführungen in vierzehn Ressorts angesiedelt sind. Dabei sind die Unternehmensbeteiligungen des Bundes nicht nur an enge rechtliche Voraussetzungen geknüpft, sondern der Bundesregierung obliegen auch verschiedene Berichtspflichten gegenüber dem Deutschen Bundestag sowie der Öffentlichkeit. Mithilfe dieses Projektes soll ein Konzept für ein Software-System entwickelt werden, das die tägliche Beteiligungsführung digitalisiert, die Qualität der Berichtsdaten erhöht, einheitliche Datenbestände sicherstellt und das Berichtswesen professionalisiert.

Bundesministerium des Innern und für Heimat und Informationstechnikzentrum Bund

Einheitliches Bewerbungsportal des Bundes

Abteilung: Digitale Gesellschaft, Referat: DG I 1
Arbeitsbereich: Ressortübergreifendes Personalmanagement

Referat Betriebliche Referenzarchitekturen und -prozesse

Der demographische Wandel macht die Nachbesetzung von ca. 100.000 Stellen bis 2030 in der Bundesverwaltung dringend erforderlich. Ein Baustein zur Lösung kann ein einheitliches Bewerbungsportal des Bundes sein. Derzeit gibt es mehrere übergreifende Karrierewebseiten mit redundanten, veralteten oder schwer auffindbaren Informationen. In diesem Projekt soll ein Konzept entwickelt werden, in dem die Übersicht des breiten Angebots von Stellenanzeigen verbessert wird und die verschiedenen Angebote der Bundesverwaltung miteinander verknüpft werden.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Sicherheit im digitalen Alltag

Fachbereich WG 3 – Digitaler Verbraucherschutz, Cyber-Sicherheit für Gesellschaft und Bürger

Im IT-Sicherheitsgesetz 2.0 erhält das BSI den Auftrag, Verbraucher:innen in ihrem digitalen Alltag bei der Abwehr von Gefahren für die IT-Sicherheit zu unterstützen. Dabei sind die Zuständigkeiten für den Digitalen Verbraucherschutz derzeit auf eine Vielzahl von Akteuren verteilt, die jeweils unterschiedliche Informations- und Beratungsangebote bereitstellen. In diesem Projekt soll ein Konzept entwickelt werden, das Verbraucher:innen dennoch bei der Suche nach relevanten Informationen unterstützt sowie bestehende Initiativen und Communities verknüpft.

Deutsche Rentenversicherung Bund

Vereinfachte Einbindung von Bürger:innen

Stabsstelle Digitalstrategie und digitale Transformation

Die digitalen Angebote für die Kund:innen der DRV Bund sollen konsequent an den Bedürfnissen und Erwartungen der Nutzer:innen ausgerichtet werden. Dafür muss die Nutzerperspektive bereits bei der Entwicklung berücksichtigt werden, indem Kund:innen aktiv, beispielsweise im Rahmen qualitativer Interviews und Tests von Prototypen, eingebunden werden. Zu den bestehenden Formaten der Nutzereinbindung sollen weitere Möglichkeiten entwickelt werden, die eine schnelle, direkte und unkomplizierte Einbindung von Kund:innen für die DRV Bund erlauben. Die in diesem Projekt gewonnen Erkenntnisse bzw. Verfahren können perspektivisch von anderen Verwaltungen und Behörden genutzt werden.