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Organisationsaufbau des DigitalService im Plan: Digitalisierungseinheit des Bundes gewinnt erfahrene Digitalprofile und komplettiert Führungsteam

Berlin, 16.03.2022
Der Aufbau des DigitalService schreitet erfolgreich voran. Die im Oktober 2020 aufgesetzte Digitalisierungseinheit des Bundes gewinnt begehrte Expertinnen und Experten für die Arbeit am digitalen Staat. Mit Stephanie Kaiser (Chief Product Officer) als erfahrene IT-Managerin und Mitglied des Digitalrats der Bundesregierung, Martin Jordan (Head of Design) vom UK Government Digital Service und Anna-Lisa Obermann (Head of People) von Blinkist komplettiert der DigitalService zudem sein Führungsteam.


Mit dem DigitalService hat die Bundesregierung eine zentrale Digitalisierungseinheit gegründet, die die Digitalvorhaben der Bundesverwaltung durch den Aufbau eigener Software-Entwicklungskompetenzen beschleunigen und die Etablierung neuer Arbeitsmethoden unterstützen soll. Der DigitalService hat zum Ziel, digitale Anwendungen zu schaffen, die die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt stellen und besser für alle funktionieren.

Um die hierfür nötigen Fachprofile für die Arbeit in der Inhouse-Einheit zu gewinnen, wurde der DigitalService bewusst als „Start-up im Staat“ konzipiert, das ein flexibles und hierarchiearmes Umfeld, agiles und interdisziplinäres Arbeiten sowie Karrierepfade abseits der klassischen Verwaltungslaufbahnen bietet.

Namhafte Neuzugänge zum Führungsteam

Mit derzeit 75 Festangestellten und monatlich durchschnittlich fünf Neuverpflichtungen konnte der DigitalService seinen initialen Wachstumsplan bereits nach dem ersten Jahr nach oben korrigieren. Der erfolgreiche Personalaufbau und die hohe Nachfrage aus Bundesministerien machten die schnellere Skalierung möglich. Bis Ende des Jahres soll das Team auf 120 Mitarbeitende anwachsen.

Ein großer Teil der Positionen richtet sich an am Markt hoch begehrte Fachprofile aus Produktmanagement, UX/UIDesign und Software-Engineering. Diese entwickeln in interdisziplinären Teams nutzerzentriert und iterativ digitale Anwendungen für und mit der Bundesverwaltung. Zudem werden jährlich rund 60 Fellows für die beiden Programme Tech4Germany und Work4Germany rekrutiert.

Auf der Führungsebene konnte der DigitalService die letzten offenen Funktionen erfolgreich besetzen. Mit Stephanie Kaiser geht ein prominentes Gesicht der deutschen Digitalszene den Schritt vom Aufsichtsrat in die operative Gestaltung der Verwaltungsdigitalisierung. Als Chief Product Officer verantwortet sie seit 01. März die strategische Portfolioentwicklung und steuert zentrale Digitalisierungsprojekte auf der Ebene der Bundesverwaltung. Stephanie Kaiser hat sich zuvor als Mitgründerin dreier Start-ups einen Namen gemacht und ist seit 2018 Mitglied im Digitalrat der Bundesregierung. 2015 und 2016 wurde sie unter die „50 most inspiring Women in Tech in Europe“ gewählt.

Für die Rolle der Head of People konnte der DigitalService Anna-Lisa Obermann gewinnen. Sie war seit 2012 beim Wissens-Start-up Blinkist, wo sie den People-Bereich von Grund auf aufgebaut und geleitet hat. Unter ihrer Verantwortung wuchs Blinkist von 25 auf rund 170 Mitarbeitende und wurde mehrfach als einer der Top Start-up-Arbeitgeber in Deutschland ausgezeichnet. Sie nahm ihre Arbeit am 15. März auf.

Zum 01. Mai übernimmt mit Martin Jordan ein international renommierter „Civic Design“-Experte die Rolle des Head of Design. Er kommt vom UK Government Digital Service GDS in London und hat diesen in den vergangenen Jahren als Head of Service Design maßgeblich mitgestaltet. Der GDS war eine der ersten verwaltungsinternen Digitalisierungseinheiten weltweit und gilt international als Vorbild für den erfolgreichen Aufbau von Inhouse-Digitalagenturen.

Aktuelle Projekte mit BMJ, BMF & BMI

Der DigitalService fokussiert sich auf digitale Anwendungen an der Schnittstelle zwischen der Bundesverwaltung auf der einen und Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf der anderen Seite. Er übernimmt Entwicklung und Betrieb, die Produktteams arbeiten nutzerzentriert und iterativ.

In enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Finanzen (BMF) wird der Steuerlotse für Rente und Pension angeboten und weiterentwickelt. Er bietet Seniorinnen und Senioren die Möglichkeit, ihre Steuererklärung in wenigen Minuten online einzureichen. Gleichzeitig entsteht mit dem BMF ein Portal, das private Grundbesitzerinnen und Grundbesitzer im Kontext der Grundsteuerreform unterstützt.

Gemeinsam mit dem Bundesministerium der Justiz (BMJ) evaluiert der DigitalService, wie ein „Digitaler Zugang zu Recht“ realisiert werden kann, mit dessen Hilfe zivilrechtliche Ansprüche barrierearm online geltend gemacht und gleichzeitig die Gerichte bei Standardverfahren entlastet werden können.

Darüber hinaus arbeitet der DigitalService im Auftrag des Bundesinnenministeriums (BMI) daran, die staatliche digitale Identität für Verwaltungsleistungen besser nutzbar zu machen.

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Über den DigitalService

Als zentrale Digitalisierungseinheit des Bundes hat es sich der DigitalService zur Aufgabe gemacht, die Digitalisierung Deutschlands nachhaltig voranzutreiben und agile Software-Entwicklung sowie nutzerzentriertes Arbeiten in der öffentlichen Verwaltung als Standard zu etablieren.

Gemeinsam mit der Bundesverwaltung entwickelt er eigene digitale Anwendungen, die die Bedürfnisse von Bürgerinnen und Bürgern in den Mittelpunkt stellen. Über die Fellowship-Programme Tech4Germany und Work4Germany bringt die Inhouse-Einheit externe Digital- und Veränderungsexpertinnen und -experten für mehrere Monate in die Bundesministerien, um die Vorteile neuer Arbeitsmethoden erlebbar zu machen und die Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben zu verbessern.

Der DigitalService wurde im Oktober 2020 als bundeseigene GmbH aufgesetzt. Er ging hervor aus dem 2019 gegründeten Non-Profit-Start-up 4Germany.

Pressekontakt

Pamela Krosta-Hartl

Pamela Krosta-Hartl