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Held:innen- und Titelgeschichte-Übung

Stärken im Referat/Team finden und auf dieser Basis eine gemeinsame Vision entwickeln.

Ziele und Mehrwert der Methode

Diese Methode hilft dabei, in Zeiten von Veränderungen oder einer Vielzahl von Aufgaben, Klarheit über die Ausrichtung im Team/Referat für die nächsten 3-5 Jahren zu schaffen. Durch das Besinnen auf Stärken und Fokusthemen fällt es leichter zu priorisieren, sowie Ziele und Umsetzungsschritte zu entwickeln. Die Methode kann in kleineren und größeren Einheiten sowohl in Präsenz, als auch im digitalen Raum genutzt werden. Grundsätzlich gilt es zu vermitteln, dass der/die Held:in der Kern des Narratives im Workshop ist, um über Vision und Ziele zu sprechen. Im Mittelpunkt steht das Team und nicht einzelne Personen.

Für

Referate/Kleingruppen

Dauer

Vorbereitung 60 min.

Durchführung 60-240 min.

Nachbereitung 60 min.

Ort

Präsenz

Remote

Materialien

Zeitschriften, Kleber, Scheren, Stifte, Sticker, oder online Whiteboard

Schritt für Schritt Anleitung

  1. Held:innen-Übung

    Die Teilnehmenden stellen sich ihr Referat als Superheld:in vor und beantworten die folgenden Fragen. Der:die Superheld:in

    • trägt welchen Namen?
    • zeichnet sich durch welche Eigenschaften aus?
    • lässt folgende Dinge hinter sich?
    • steht vor welchen Herausforderungen?
    • wird von der Welt für was gebraucht?
  2. Wenn in Gruppen gearbeitet wird, werden die Ergebnisse geteilt und über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Held:innen gesprochen.

  3. Titelgeschichte

    Die Teilnehmenden fragen sich, wie der Idealzustand des Teams in fünf Jahren aussieht:

    • Wo steht das Team in 5 Jahren?
    • Was wurde erreicht?
    • Was ist das bestmögliche Zukunftsszenario?
  4. Anschließend gestaltet das Team eine Titelgeschichte zu ihrer Held:innen-Reise mit folgenden Elementen und unter Berücksichtigung folgender Fragen:

    • In welcher Zeitung oder Zeitschrift würde die Geschichte stehen?
    • Das Team gestaltet ein Cover und schneidet dafür Bilder aus Zeitschriften aus.
    • Welche Überschrift würde die Leute dazu bringen, stehen zu bleiben und den Artikel zu lesen?
    • Worauf läuft das Ganze hinaus? Was wurde laut dem Artikel erreicht?
    • Welche Zitate könnten in dem Artikel genannt werden?
    • Wie kann man die Held:innen-Reise in einem Twitter-Post (max. 140 Zeichen max.) erzählen?
    • Welche Schnappschüsse wurden während der Held:innen-Reise gemacht?
  5. Wenn in Gruppen gearbeitet wird, stellt jede Gruppe ihre Titelgeschichte vor und gemeinsam werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede besprochen.

Tipps für die Moderation

Zur Einordnung und Anwendung der Methode ist eine gute Einleitung und Moderation wichtig.

Das Motiv der Held:innen-Reise ist eine gute Grundlage für den Einstieg in das Thema, da die Teilnehmenden leicht an ihre persönliche Reise anknüpfen können.

Bei größeren Gruppen ist es hilfreich, mit einer Doppelmoderation zu arbeiten und ggf. weitere Rollen (Zeit-Wächter:in, Energie-Manager:in, Transparenz-Treiber:in) einzuführen.

Praxistipps und Stolperfallen

  • Bei größeren Teams/Referaten im Vorhinein überlegen, wie viele Gruppen es gibt, wie Gruppenergebnisse vorgestellt werden und wie ein Gesamtergebnis geschaffen wird.
  • Zum Abschluss nächste Schritte vereinbaren, um Visionsarbeit weiter zu konkretisieren, z.B. durch Vergabe der Rolle „Visions-Meister:in”, um den Prozess am Laufen zu halten und regelmäßig Updates, z.B. in Referatsrunden, dazu zu geben.
  • Ergebnisse unbedingt festhalten und sichtbar und zugänglich machen, z.B. an zentraler Stelle im Referat aufhängen und/oder an einem Ort ablegen.

Das sagen unsere Projektpartner:innen aus den Ministerien

Spielerisch herauszuarbeiten, was uns als Team ausmacht, wo wir unseren Platz im Ministerium sehen und worauf wir hinsteuern wollen, dazu hat uns diese Übung verholfen. Ganz nach dem Motto: „Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch geschwinder als der ohne Ziel umherirrt.“ (Gotthold Ephraim Lessing)


Verfasser:innen

Diese Methode wurde 2022 von Work4Germany Fellow Christian Müller in der Bundesverwaltung erprobt.

Mehr Fragen?

Bei weiteren Fragen stehen wir info@work4germany.org zur Verfügung.