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Screenshot of the website of the Federal Ministry for Digital Transformation and Government Modernisation on the topic “Agentic AI Hub: Agent-based AI for Local Governments.” The main photo shows Karstel Wildberger giving a presentation in front of a screen bearing the caption “Agent-based AI Solutions for Public Administration.”

Agentic AI Hub

Vom Verwalten zum Gestalten

Der Agentic AI Hub bringt Start-ups und Verwaltung zusammen, um technologische Innovation in Verwaltungshandeln zu übersetzen. Dabei entstehen skalierbare Lösungen, die als Blaupause für die bundesweite digitale Staatsmodernisierung dienen.

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) läutet mit dem „Agentic AI Hub“ eine neue Ära der Verwaltungsdigitalisierung ein. Ziel ist es, administra­tive Routinen von autonomen Systemen übernehmen zu lassen, die Anträge prüfen, Dokumente analysieren und Entscheidungsvorschläge vorbereiten.

Auswahl mit Unterstützung durch Expertenrat

In einem strukturierten Verfahren haben das BMDS und der DigitalService 20 Pilot­projekte aus 19 Kommunen und neun Start-ups ausgewählt. Innerhalb von drei Monaten validieren wir diese Lösungen direkt in der Praxis. So identifizieren wir Bedarfe und Hürden frühzeitig und zeigen Wege für eine breite Anwendung auf. Begleitet wird der Hub von einem Expertenrat aus Wissenschaft und Wirtschaft, darunter Fachleute von UnternehmerTUM, Merantix und dem Deutschen Städtetag. Aus insgesamt ca. 400 Start-up- und knapp 200 Kommunal-Bewerbungen wurden die Projekte nach den Kriterien strategische Passfähigkeit, Repräsentativität und Skalierbarkeit selektiert. Teilweise arbeiten die Start-ups dabei mit mehreren Kommunen zusammen und einige Kommunen auch mit zwei Lösungen unterschiedlicher Start-ups, um die Vergleichbarkeit der Ansätze direkt zu prüfen.

Fünf Kategorien für die Anwendung

Um agentische KI gezielt in die Fläche zu bringen, erfolgt die Zusammenarbeit in fünf definierten Einsatzfeldern:

  • Bürgerinteraktion vereinfachen: Automatisierte Postverarbeitung und Kommunikation
  • Bürgernahe Prozesse: Digitale Unterstützung bei Sozialleistungen und Pflegeanträgen
  • Verwaltungsinterne Abläufe: Effiziente Dokumentation und Protokollierung
  • Digitale Tools: Intelligente Prozessmodellierung und Datenverbesserung
  • Infrastruktur: Aufbau souveräner Schichten für KI-Anwendungen

Vielfältige Piloten im Praxistest

Neun Start-ups und 19 Kommunen erproben Lösungen in zentralen Bereichen wie Sozial­leistungen, Protokollierungssysteme und Prozessmanagement. Dabei werden unter anderem Anträge wie Wohnberechtigungsscheine (Forml), Wohngeld (Leistungslotse) und „Hilfe zur Pflege“ (Myosotos) mittels agentischer KI unterstützt, um die Bearbei­tungszeit in Ämtern wie Düsseldorf, Berlin und Nettetal zu verkürzen. Zudem werden auch komplette Prozesse aufgesetzt, wie in München beim Einbürgerungsverfahren (Celonis) oder ganze Verwaltungsprozesse modelliert wie in Schwerin (SUMM AI). In Borken implementiert deepset eine technologie-agnostische KI-Orchestrierungsschicht (Haystack), um die Skalierbarkeit und digitale Souveränität von KI-Anwendungen zu sichern. Und in Bielefeld vertesten Tucan und Speechmind die automatisierte, daten­schutz­konforme Protokollierung interner und externer Sitzungen zur Entlastung von Fachkräften. Lector.ai testet in Neckar-Odenwald die Fülle an Eingängen der Kommunen, indem der Posteingang automatisiert vorsortiert wird.

Die Piloten arbeiten von März bis Ende Mai 2026 in drei Monaten an der konkreten Umsetzung innerhalb der Kommunen und werden dabei auf Wirksamkeit und Skalier­barkeit überprüft. Auch die bisher abgelehnten Bewerber bleiben Teil des Hub-Konzepts, eine Community zum Austausch und zur Weiterentwicklung. Dafür wird es regelmäßige Events und Formate zum Austausch miteinander geben. Wir stehen zudem derzeit im Austausch zu einer zweiten Runde der Pilotierungen, weil es eine so hohe Anzahl geeigneter Projekte gab.

Besonderheiten

  • Staat als Ankerkunde: Der Hub öffnet heimischen KI-Start-ups den öffentlichen Markt und verschafft ihnen durch staatliche Aufträge die nötige Stabilität und Referenz für globales Wachstum.
  • Handlungsfähigkeit: Agentische KI kompensiert den massiven Fachkräftemangel in Behörden und stellt sicher, dass der Staat trotz Personalnot schnell und zuverlässig arbeitet.
  • Digitale Souveränität: Durch die Förderung eigener, wertebasierter Lösungen reduziert Deutschland die Abhängigkeit von fremden Tech-Lösungen und behält die Kontrolle über Daten und Prozesse.

Zahlen, Daten, Fakten

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Knapp 600 Bewerbungen innerhalb der zweiwöchigen Bewerbungsphase, davon 400 von Start-ups und 200 von Kommunen.

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Sowohl Großstädte wie Düssel­dorf und Berlin, als auch kleine Landkreise wie Elbe-Elster oder Neckar-Odenwald sind unter den Piloten.

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20 Pilotprojekte, die bis Ende Mai 2026 einen (rechtlichen, organisa­torischen und technologischen) Rahmen für den produktiven und skalierbaren Einsatz agentischer KI schaffen werden.

Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger

Deutschland will KI nicht nur diskutieren, sondern machen. Mit dem Agentic AI Hub setzen wir KI-Agenten nun ganz praktisch in der Verwaltung ein und stärken unsere digitale Leistungsfähigkeit.