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Open Administration: Increasing transparency for a capable public administration

Berlin, 06.11.2026
The digitalization of the German public administration is troubled by matters of implementation: Regulation lacks practical relevance, rigid organizational structures as well as inflexible career paths block knowledge transfer and external expertise. A new “GovImpact” policy paper suggests that more transparency in regulation, organization and human resources strengthens the state's capability.


Die Lücke zwischen strategischem Anspruch und operativer Realität wächst. Hierarchien und Ressortdenken erschweren den Wissenstransfer innerhalb der Verwaltung. Gleichzeitig bremsen formale Einstellungskriterien und starre Laufbahnstrukturen den Zugang externer Fachkräfte mit Digital- und Transformationsexpertise. Das Policy Paper „Die offene Verwaltung: Durchlässigkeit in Rechtsetzung, Organisation und Personal“ der Reihe „GovImpact“ – ein von der Stiftung Mercator gefördertes Projekt von NExT e. V. und dem DigitalService des Bundes – zeigt drei zentrale Hebel, um diese Barrieren abzubauen:

  • Durchlässige Rechtsetzung: Praxis- und IT-Expertise werden frühzeitig in Gesetzgebungsverfahren einbezogen. So lassen sich Regelungen von Anfang an digital und praxistauglich gestalten.
  • Durchlässige Organisation: Eine stärkere digitale Führungsverantwortung, ressortübergreifende Transformationsteams und flexible Hospitationen fördern Zusammenarbeit und Wissenstransfer.
  • Durchlässiges Personalsystem: Kompetenzorientierte Auswahlverfahren, flexiblere Karrierewege und strukturierte Einarbeitung erleichtern den Zugang externer Fachkräfte und sichern deren Expertise langfristig.

Das Paper zeigt: Eine offene Verwaltung entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel dieser drei Bereiche. Entscheidend ist, Praxiserfahrungen systematisch in die Rechtsetzung einfließen zu lassen, Silos zwischen Behörden aufzubrechen und digitale Fachkompetenzen gezielt aufzubauen und zu integrieren.

Anna Sinell, Bereichsleitung Instrumente der Verwaltungsdigitalisierung beim DigitalService

„Wir diskutieren viel darüber, was der Staat leisten soll. Viel zu selten fragen wir, ob seine Strukturen das überhaupt ermöglichen. Wenn Gesetze an der Verwaltungspraxis vorbeigehen und Zuständigkeiten Zusammenarbeit verhindern, wird aus einem politischen Vorhaben noch lange keine funktionierende Veränderung.“

Ann Cathrin Riedel, Geschäftsführerin von NExT e. V.

„Die Verwaltung muss stärker als lernendes Netzwerk arbeiten: Wissen und Erfahrungen dürfen nicht an Ressort- und Organisationsgrenzen haltmachen. Dafür braucht es Strukturen, die Zusammenarbeit über Zuständigkeiten hinweg ermöglichen und Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen zusammenbringen. Eine offene Verwaltung ist damit eine Voraussetzung dafür, dass der Staat auch in Zukunft handlungsfähig bleibt.“

Das Policy Paper wurde im Rahmen der Reihe „GovImpact“ erarbeitet. Die Inhalte basieren auf Workshops, Umfragen und Interviews mit Expertinnen und Experten sowie Praktikerinnen und Praktikern aus verschiedenen Behörden und Organisationen. Es ist ab sofort auf den Webseiten des DigitalService und von NExT e. V. verfügbar.


About DigitalService

As the digitalization partner for public administration, DigitalService has set itself the goal of sustainably advancing the digital transformation of Germany. The aim is to make user-centered digital services the standard in public administration.

To achieve this, DigitalService works closely with the federal government to develop and operate innovative digital solutions through interdisciplinary teams while establishing the necessary foundations. Even before DigitalService was founded, the Tech4Germany and Work4Germany fellowship programs brought technical and methodological expertise to the administration, helping to bring the benefits of new working methods to life and improve the implementation of digitalization projects.

DigitalService was established in October 2020 as a federally owned limited liability company and is wholly owned by the federal government. It emerged from the non-profit start-up 4Germany, which was founded in 2019.

Press contact

David Krebs

Corporate Communications
david.krebs@digitalservice.bund.de