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Aufzeichnungsvorlage für Nutzerinterviews

Methode, mit deren Hilfe ein tiefgehendes Verständnis über die Probleme der Nutzer:innen gewonnen wird, um bedarfsgerechte Lösungen zu bauen.

Ziele und Mehrwert der Methode

Die Methode ermöglicht es, schnell und unkompliziert einen Einblick in den Alltag von Nutzer:innen zu bekommen. Nutzer:innen beschreiben in Interviews den Ist-Zustand z.B. eines Arbeitsprozesses. Nach schon wenigen Interviews kann man Erkenntnisse gewinnen. Diese Methode ist in vielen Kontexten anwendbar.

Für

Individuen

Referate/Kleingruppen

Übergreifende Arbeitsgruppen

Dauer

Vorbereitung 180 min.

Durchführung 90-120 min.

Nachbereitung 30-45 min.

Ort

Remote

Präsenz

Materialien

Stifte, Klebezettel, Online whiteboard

Schritt für Schritt Anleitung

  1. Wessen Problem möchte das Team lösen? Die Nutzer:innen müssen als Interviewpartner gewonnen werden.

  2. Interview-Leitfaden verfassen: Was sind die Tätigkeiten der Person? Was läuft dabei gut oder ist verbesserungswürdig?

  3. Facilitator:in terminiert Interviews und erklärt Interviewpartnern Ziel und Mehrwert des Interviews.

  4. Durchführung des Interviews anhand des Leitfadens.

  5. Protokollant:in protokolliert durch Stichpunkte auf Klebezetteln.

  6. Im Nachgang gehen Interviewführer:in und Protokollant:in die Stichpunkte durch: Werden bestimmte Themen öfter genannt? Erkenntnisse und Zitate werden anhand der Aufzeichnungsvorlage sortiert (siehe Grafik).

Tipps für die Moderation

Man sollte mind. zu zweit im Interview sein: eine Person interviewt, die andere Person protokolliert.

Interviewer:innen sollten unterschiedlichen Kenntnisstand beim Thema haben, sodass unterschiedliche Dinge „gehört werden können”.

Bei einer Interviewlänge ab 90 Min sollten mind. 5 Min Pause eingeplant werden.

Praxistipps und Stolperfallen

  • Bei längeren Interviews müssen die Interviewpartner und ggf. ihre Führungskräfte mit der Dauer einverstanden sein.
  • Der:die Datenschutzbeauftragte:r sollte über das Vorhaben informiert sein. Ggf. gibt es aus Datenschutzsicht etwas zu beachten.
  • Gerade bei größeren Vorhaben kann eine Zustimmung durch den Personalrat notwendig sein.

Das sagen unsere Projektpartner:innen aus den Ministerien

Die Interviews haben uns geholfen zu erkennen, wo Verbesserungspotentiale für die und in der tagtäglichen Arbeit von Mitarbeiter:innen zusammen gedacht werden können, auch wenn die Themen, die bearbeitet werden, sehr unterschiedlich sind.


Mehr Fragen?

Bei weiteren Fragen stehen wir unter info@work4germany.org zur Verfügung.