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Retrospektive (Retro)

Die Retro ist eine Rückschau für das Team, um aus vergangenen Ereignissen zu lernen und sich stetig zu verbessern.

Ziele und Mehrwert der Methode

Mit der Retro wird die Fehler- und Lernkultur gefördert. Ziel ist es, ein stetiges Lernen im Team und damit eine evolutionäre Teamentwicklung zu ermöglichen. Dabei erfolgt eine strukturierte gemeinsame Reflektion zu konkreten Ereignissen. Der Mehrwert besteht darin, dass der Blick auf die Entstehung von Arbeitsergebnissen und damit auf das „Wie” gelenkt wird. So können Reibungsverluste reduziert und Potenziale (zum Beispiel: Kreativität, Effektivität) aller Art gehoben werden.

Für

Referate/Kleingruppen

Übergreifende Arbeitsgruppen

Dauer

Vorbereitung 15 min.

Durchführung 30-60 min.

Nachbereitung 15 min.

Ort

Remote

Präsenz

Materialien

Post-its, Stifte, Arbeitsfläche , oder online Whiteboard und Videokonferenz-Tool

Schritt für Schritt Anleitung

  1. Als erster Schritt gilt es das Thema der Retro festzulegen. Außerdem sollte der Kreis der Teilnehmer:innen, der Grad der Freiwilligkeit, die Dauer und die Art und Methode bestimmt werden

  2. Die Retro beginnt mit einem kurzen Check-in. Danach wird mit einer ausgewählten Methode (z.B. Insel Methode) auf die Zusammenarbeit zurückgeschaut und reflektiert. Bei der Insel Methode stehen folgende Fragen im Fokus (1) Was lief gut?; (2) Was lief nicht gut?; (3) Was möchte ich einfach loswerden?; (4) Maßnahmen für die Zukunft.

  3. Die Erkenntnisse werden festgehalten und diskutiert. Sofern erforderlich, werden Maßnahmen für die Zukunft festgehalten. Hierbei sollten die Maßnahmen in konkrete nächste Schritte und Verantwortlichkeiten ausdifferenziert werden.

  4. Die Ergebnisse der Retro werden dokumentiert. Erkenntnisse werden an abwesende Teammitglieder weitergegeben. Maßnahmen werden an die verantwortliche Person kommuniziert und übergeben.

Tipps für die Moderation

Es ist wichtig, dass man als Moderator:in die geteilten Feststellungen nicht wertet.

Bei größeren Gruppen sollte eine klare Zeiteinteilung festgelegt werden, damit jede:r zu Wort kommen kann.

Am Ende der Retro sollte jede:r im Team wissen, was er:sie zu tun hat und was die nächsten Schritte sind.

Praxistipps und Stolperfallen

  • Es erfordert Frustrationstoleranz, wenn die Retro nicht im ersten Anlauf angenommen wird.
  • Es lohnt sich, mehrere Anläufe mit Variation der Ereignisse und der Methoden durchzuführen.

Das sagen unsere Projektpartner:innen aus den Ministerien

Die Retro führt den Teilnehmer:innen die Wahrnehmung der Kolleg:innen vor Augen und ermöglicht somit einen Perspektivwechsel. Manchmal müssen offensichtliche Dinge ausgesprochen werden, um Verbesserungen zu erreichen.


Mehr Fragen?

Bei weiteren Fragen stehen wir unter info@work4germany.org zur Verfügung.