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Stakeholder-Management Analyse

Technik zum Aufbau und Pflege von Netzwerken und Kooperationen zwischen Kolleg:innen, Referaten, Abteilungen oder Ministerien.

Ziele und Mehrwert der Methode

Das Ziel dieser Methode ist es, wichtige Stakeholder (Kolleg:innen, Referate, andere Ministerien) im Projekt zu identifizieren und sie richtig einzubinden. Der Fokus liegt auf einer transparenten und inklusiven Kommunikation. Bei der Anwendung dieser Methode werden die Bedürfnisse der Stakeholder analysiert und ein Kommunikationskonzept erarbeitet. Am Ende hat man gemeinsam einen Überblick darüber, wer die wichtigsten Stakeholder sind, wie sie informiert werden möchten und wer im Projekt für die Kommunikation verantwortlich ist.

Für

Individuen

Referate/Kleingruppen

Übergreifende Arbeitsgruppen

Dauer

Vorbereitung 30 min.

Durchführung 120 min.

Nachbereitung Regelmäßig aktualisieren: 30-60 min.

Ort

Präsenz

Remote

Materialien

Stakeholder Management Arbeitsblatt, oder online Whiteboard

Schritt für Schritt Anleitung

  1. Als Projektteam sammelt man alle internen und externen Stakeholder (Personen, Arbeitskreise, Gremien etc.), die direkt/indirekt von dem Projekt betroffen werden.

  2. Danach gruppiert man die wichtigsten Stakeholder Gruppen in vier Kategorien: 1. Informiert halten, 2. Aktives managen, 3. Beobachten, 4. Zufrieden halten (siehe Arbeitsblatt).

  3. Pro Kategorie erarbeitet man einen Kommunikationsplan:
    Wer kommuniziert?
    Wie wird kommuniziert?
    Wie häufig wird kommuniziert?
    Was sind die ersten Schritte?

Tipps für die Moderation

Am Ende des Workshops sollte es jemanden geben, der:die die Stakeholder Analyse regelmäßig aktualisiert und für die Kommunikation mit den Stakeholdern verantwortlich ist.

Praxistipps und Stolperfallen

  • Für den Verwaltungskontext ist die Methode sehr gut geeignet, da sie von Anfang an einen umfassenden Überblick über alle wichtigen Stakeholder ermöglicht und sich so ressortübergreifend zu vernetzen.
Eine Grafik bildet auf der X-Achse den Einfluss und auf der Y-Achse das Interesse von Stakeholdern ab. Dabei werden die Wörter “aktives managen”, “zufrieden halten”. “Beobachten” und “informiert halten” verschiedenen Bereichen im Koordinatensystem wie folgt zugeordnet: Wenn hohes Interesse und hoher Einfluss vorliegen, sollten die Stakeholder aktiv gemanagt werden. Bei hohem Einfluss, aber niedrigem Interesse, sollten Stakeholder zufrieden gehalten werden. Bei hohem Interesse und niedriger Einfluss sollte man Stakeholder informiert halten. Und wenn Stakeholder niedriges Interesse und einen niedrigen Einfluss haben, sollte man diese nur beobachten.

Das sagen unsere Projektpartner:innen aus den Ministerien

Das Stakeholdermanagement hilft komplexe Zuständigkeiten innerhalb der Behörde zu strukturieren: Wer muss informiert sein, wessen Zustimmung wird benötigt und wer kann das Vorhaben auch ohne direkte Zuständigkeit positiv beeinflussen? Stück für Stück kann so ein ressortübergreifendes Netzwerk aufgebaut werden.


Mehr Fragen?

Bei weiteren Fragen stehen wir unter info@work4germany.org zur Verfügung.