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Veränderung in der Geschäftsführung: COO Philipp Möser zieht sich zurück

Produktbereich & Tech-Organisation erfolgreich aufgebaut

Berlin, 30.06.2023
Philipp Möser scheidet zum 30.06.2023 als Chief Operating Officer (COO) des DigitalService aus der Geschäftsführung aus. Er hatte im Oktober 2020 mit der Gründung des DigitalService als zentrale Digitalisierungseinheit des Bundes die Verantwortung für den Aufbau des Produktbereichs nach dem Vorbild erfolgreicher Digital-Start-ups übernommen. Heute zählt der DigitalService mehr als 130 Mitarbeitende, von denen ein Großteil an der Entwicklung digitaler Verwaltungsleistungen für Bürgerinnen und Bürger arbeitet.


Im Oktober 2020 wurde mit der Gründung des DigitalService der Startschuss für den Aufbau einer eigenen Digitalisierungseinheit auf Bundesebene gelegt. Innerhalb der Geschäftsführung übernahm Philipp Möser als Chief Operating Officer (COO) die Verantwortung dafür, das Unternehmen in hohem Tempo nach dem Vorbild erfolgreicher Digital-Start-ups aufzubauen. Der erfahrene Produktentwickler war zuvor rund 15 Jahre als Gründer und Unternehmer in der deutschen Tech-Szene aktiv und baute erfolgreiche Start-ups wie Wooga und Rocket Internet mit auf.

Unter seiner Führung entstanden die Tech-Organisation und der Produktbereich des DigitalService, der kontinuierlich weiter wächst. Dort entwickeln interdisziplinäre Teams aus UX/UI-Design, Software-Entwicklung und Produktmanagement iterativ und nutzerzentriert digitale Anwendungen für verschiedene Bundesministerien. Ein bekanntes Beispiel ist das für das Bundesministerium der Finanzen (BMF) entwickelte Portal „Grundsteuererklärung für Privateigentum“, über das rund eine Million Steuererklärungen abgegeben wurden.

Christina Lang, CEO des DigitalService, dankt Philipp Möser im Namen des gesamten Unternehmens für das Erreichte: „Philipp Möser ist es in kürzester Zeit gelungen, die Strukturen für eine erfolgreiche Produktentwicklung zu schaffen und ein profiliertes Team aufzubauen. Er hat damit die Grundlage für den DigitalService in seiner heutigen Form gelegt.“

Strategische Weiterentwicklung zu Umsetzungs- und Transformationseinheit

Über die Projektarbeit mit den Bundesministerien hat sich gezeigt, dass erfolgreiche Verwaltungsdigitalisierung häufig durch strukturelle Hürden und Rahmenbedingungen erschwert wird, die eine iterative, nutzerzentrierte und erkenntnisgetriebene Software-Entwicklung behindern. Der DigitalService wird sich künftig stärker auch dem Verstehen und der Beseitigung dieser Hürden widmen. Das Ziel ist, über die erfolgreiche Produktentwicklung gemeinsam mit der Bundesverwaltung zu lernen und Rahmenbedingungen entsprechend zu verändern.

Nach dem erfolgreichen Aufbau des Produktbereichs rücken somit Transformationsaufgaben stärker in den Fokus der Geschäftsführung. In Absprache mit dem Aufsichtsrat zieht sich Philipp Möser daher als COO zurück und scheidet zu Ende Juni 2023 aus dem DigitalService aus. Die Trennung erfolgt nach zweieinhalb intensiven und erfolgreichen gemeinsamen Jahren im besten gegenseitigen Einvernehmen. Das Führungsteam wird in diesem Zug strategisch neu aufgestellt. Die Verantwortung für den Produktbereich übernimmt Stephanie Kaiser, die bereits seit April letzten Jahres als Chief Product Officer beim DigitalService tätig ist. Das Verfahren zur Besetzung einer neu geschaffenen Rolle Chief Financial Officer als kaufmännische Geschäftsführung ist im Gang.

Philipp Möser, COO des DigitalService, erklärt: „Ich bin dankbar, dass ich dieses einmalige ‚Start-up im Staat‘ mit aufbauen und dem Produktbereich sein heutiges Gesicht geben durfte. Mein Teil der Aufbau-Mission ist damit erfüllt. Für die bevorstehenden Transformationsaufgaben ist jedoch eine neue Schwerpunktsetzung erforderlich, die auch andere Kompetenzen in der Geschäftsführung benötigt. Hier sehe ich mich nicht.“

Dr. Julia Borggräfe, Aufsichtsratsvorsitzende des DigitalService, dankt Philipp Möser im Namen des gesamten Aufsichtsrats für seine Arbeit: „Philipp Möser hat bewiesen, dass es möglich ist, eine staatliche Digitalisierungseinheit genauso erfolgreich aufzubauen wie ein klassisches Tech-Start-up. Er hat den DigitalService zu einem attraktiven Arbeitgeber gemacht, der in beeindruckender Weise hoch begehrte und rare Fachkräfte und Techtalente für die Arbeit am digitalen Staat gewinnt.“

Dr. Markus Richter, CIO des Bundes, spricht seinen Dank im Namen der Bundesregierung aus: „Philipp Möser hat mit dem Aufbau des Produktbereichs des DigitalService Pionierarbeit geleistet. Für viele Ministerien ist die nutzerzentrierte, agile Entwicklung digitaler Verwaltungsleistungen etwas völlig Neues. Spätestens mit dem großen Erfolg des Online-Services ‚Grundsteuererklärung für Privateigentum‘, war der Beweis dafür erbracht, dass dieses Vorgehen zu messbar besseren Ergebnissen führt und digitale Verwaltungsleistungen möglich sind, die das Leben der Bürgerinnen und Bürger erleichtern.“


Über den DigitalService

Als zentrale Digitalisierungseinheit des Bundes hat es sich der DigitalService zur Aufgabe gemacht, die Digitalisierung Deutschlands nachhaltig voranzutreiben und agile Software-Entwicklung sowie nutzerzentriertes Arbeiten in der öffentlichen Verwaltung als Standard zu etablieren.

Gemeinsam mit der Bundesverwaltung entwickelt er nutzerzentrierte digitale Services, die messbar die Interaktion der Bürgerinnen und Bürger mit dem Staat verbessern. Über die Fellowship-Programme Tech4Germany und Work4Germany bringt die Inhouse-Einheit externe Digital- und Veränderungsexpertinnen und -experten für mehrere Monate in die Bundesministerien, um die Vorteile neuer Arbeitsmethoden erlebbar zu machen und die Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben zu verbessern.

Der DigitalService wurde im Oktober 2020 als bundeseigene GmbH aufgesetzt. Er ging hervor aus dem 2019 gegründeten Non-Profit-Start-up 4Germany.

Pressekontakt

Porträtfoto von Pamela Krosta-Hartl, Head of Communications beim DigitalService

Pamela Krosta-Hartl