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DigitalService des Bundes besetzt Aufsichtsrat neu: Dr. Julia Borggräfe übernimmt Vorsitz, Bundestag erstmals vertreten

Berlin, 06.12.2022
Im Zuge der Neuordnung der Kompetenzen im Bereich der Digitalisierung innerhalb der Bundesregierung, wird der Aufsichtsrat des DigitalService als zentrale Digitalisierungseinheit des Bundes neu besetzt. Den Vorsitz übernimmt mit Dr. Julia Borggräfe von der Unternehmensberatung Metaplan eine Vertreterin aus der Wirtschaft. Ebenfalls neu im Aufsichtsrat sitzen Staatssekretär Stefan Schnorr (FDP) für das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV), die Vorsitzende des Ausschusses für Digitales im Bundestag, Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Heike Zirden, zuständig für Grundsatzfragen der Transformations- und Digitalpolitik und Gesellschaftlichen Dialog im Bundeskanzleramt.


Mit einer Mischung aus Kontinuität und Veränderung im Aufsichtsgremium startet der DigitalService in sein drittes Geschäftsjahr als bundeseigene GmbH. Im Amt bleiben Dr. Markus Richter, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) und CIO des Bundes als stellvertretender Vorsitzer, Dr. Thomas Rieks aus dem Bundesministerium für Finanzen (BMF) als Vorsitzender des Prüfungsausschusses, Prof. Dr. Peter Parycek, Leiter des Kompetenzzentrums öffentliche IT (ÖFIT) am Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) sowie Julia Kloiber als Vertreterin der Zivilgesellschaft. Sie ist Co-Founderin und Geschäftsführerin von Superrr Lab und Mitglied im neu gegründeten Beirat „Digitalstrategie Deutschland“ des BMDV.

Ausgeschieden sind Eva Christiansen sowie Stephanie Kaiser, die bereits im März als Chief Product Officer (CPO) in eine operative Rolle beim DigitalService gewechselt ist.

Paritätische Besetzung unter Beteiligung der Zivilgesellschaft

Der nun achtköpfige Aufsichtsrat ist paritätisch besetzt und bringt Kompetenzen und Perspektiven aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft sowie Zivilgesellschaft zusammen.

Die neue Vorsitzende, Dr. Julia Borggräfe, kommt aus der Wirtschaft, kennt jedoch auch die Verwaltung von innen. Die Juristin arbeitet seit 2022 bei Metaplan als Associate Partner und Co-Geschäftsführerin der Metaplan Gesellschaft für Verwaltungsinnovation. Davor hat sie als Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Abteilung Digitalisierung und Arbeitswelt sowie die Denkfabrik aufgebaut. Sie folgt auf Eva Christiansen, die bis Ende 2021 Leiterin der Abteilung für Politische Planung, Innovation und Digitalpolitik und Strategische IT-Steuerung im Bundeskanzleramt war.

Die Perspektive der Verwaltung stärkt Staatssekretär Stefan Schnorr aus dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Vor seinem Wechsel Ende 2021 in das BMDV, wo er als Staatssekretär unter anderem zuständig ist für die Digitalabteilungen „Digital- und Datenpolitik“ und „Digitale Konnektivität“ sowie für die ebenfalls mit Fragen der Verwaltungsdigitalisierung befasste Zentralabteilung, war er von 2015 bis 2021 Leiter der Abteilung „Digital- und Innovationspolitik“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, heute BMWK.

Mit Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen) begleitet erstmals eine gewählte Volksvertreterin die Arbeit des DigitalService. Die Digitalpolitikerin ist seit Oktober 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und hat seit Dezember 2021 den Vorsitz des Ausschusses für Digitales inne.

Heike Zirden vertritt das Bundeskanzleramt, wo sie seit März 2022 als Gruppenleiterin in der Abt. 6 zuständig ist für Grundsatzfragen der Transformations- und Digitalpolitik und Gesellschaftlichen Dialog. Zuvor hat sie die Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aufgebaut und geleitet.

Die Beteiligungsführung des DigitalService ist bereits im September vom Bundeskanzleramt an das BMI übergegangen. Davon unbeeinträchtigt bleibt der DigitalService unabhängiger Umsetzungspartner für alle Bundesbehörden.

Kurzbiografien aller Aufsichtsratsmitglieder und -vertreterinnen stehen auf der Webseite des DigitalService zur Verfügung.

Christina Lang, CEO des DigitalService: „Unser Dank gilt den bisherigen Verantwortlichen im Bundeskanzleramt sowie unserem Aufsichtsrat – und hier insbesondere den ausgeschiedenen Vertreterinnen –, die unsere Vision von einem digitalen Deutschland geteilt und uns die Möglichkeit gegeben haben, das Angebot des DigitalService mit dem nötigen Freiraum mutig und schnell aufzubauen. Sie haben damit die Grundlage dafür gelegt, dass unser Staat bei der Digitalisierung neue Wege beschreiten kann.“

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Über den DigitalService

Als zentrale Digitalisierungseinheit des Bundes hat es sich der DigitalService zur Aufgabe gemacht, die Digitalisierung Deutschlands nachhaltig voranzutreiben und agile Software-Entwicklung sowie nutzerzentriertes Arbeiten in der öffentlichen Verwaltung als Standard zu etablieren.

Gemeinsam mit der Bundesverwaltung entwickelt er eigene digitale Anwendungen, die die Bedürfnisse von Bürgerinnen und Bürgern in den Mittelpunkt stellen. Über die Fellowship-Programme Tech4Germany und Work4Germany bringt die Inhouse-Einheit externe Digital- und Veränderungsexpertinnen und -experten für mehrere Monate in die Bundesministerien, um die Vorteile neuer Arbeitsmethoden erlebbar zu machen und die Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben zu verbessern.

Der DigitalService wurde im Oktober 2020 als bundeseigene GmbH aufgesetzt. Er ging hervor aus dem 2019 gegründeten Non-Profit-Start-up 4Germany.

Pressekontakt

Pamela Krosta-Hartl

Pamela Krosta-Hartl